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Hypnose – ein natürliches Alltagsphänomen, das Sie kennen
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Hypnose ist ein Zustand nach innen gerichteter Aufmerksamkeit Mit dieser einfachen Aussage ist das Phänomen ausreichend definiert. Ergänzend kann man hinzufügen, dass der “Fokus der Aufmerksamkeit eingeschränkt ist”. Einfacher ausgedrückt, der Hypnotisierte konzentriert sich auf einen bestimmten Inhalt. Wie bei jeder Konzentration werden damit andere Inhalte und Außenreize ausgeblendet. Hypnose hat nichts mit Schlaf zu tun, auch wenn das Wort Hypnose darauf hinzudeuten scheint (das griechische Wort “hypnos” bedeutet “Schlaf”). Der Begriff wurde von dem englischen Augenchirurg James Braid (1795–1860) eingeführt, der sich damit von der Theorie des “animalischen Magnetismus” von Anton Mesmer endgültig abwendete und das Phänomen auf hirnphysiologische Veränderungen zurückführte.
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Hypnose hat aber an sich auch nichts mit Entspannung zu tun. Entspannung tritt dann ein, wenn sie mit der Induktion der Hypnose induziert wird. Ob die Hypnose entspannt ist und bleibt, hängt von den Inhalten ab, die in der Hypnose erlebt werden. Werden in der Hypnose aufregende oder emotional aufwühlende Inhalte erlebt, ist sie alles andere als entspannt.
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Anders bei den tiefen Formen der Hypnose, bei der die Außenreize fast vollständig aus der bewussten Aufmerksamkeit ausgeblendet werden, wie bei den obigen Beispielen aus dem Alltag. Auf einer nichtbewussten oder unbewussten Ebene hört der Hypnotisierte nach wie vor die Anweisungen des Hypnotiseurs. Das wird dadurch bewiesen, dass er auf die entsprechende Aufforderung des Hypnotiseurs wieder aus der Hypnose in den Alltag zurückkommt. Das gilt nur, wie bei allen Anweisungen des Hypnotiseurs, wenn zwischen dem Hypnotiseur und dem Hypnotisierten eine positiver Kontakt (Rapport) besteht. In meiner Ausbildungszeit ist es mir einmal passiert, dass ich bei einer Übungshypnose eines anderen Ausbildungsteilnehmers eben diesen Rapport verlor ohne es zu bemerken und als ich meinen Probanden aufforderte, wieder in den Alltag zurückzukehren geschah – gar nichts. Ich wiederholte meine Aufforderung, mein Proband blieb unbeeindruckt entspannt und in sich gekehrt auf seinem Stuhl sitzen. Ich stand also auf, legte meine Hand auf seine Schulter und wiederholte meine Aufforderung. Jetzt reagierte er. Er verließ seinen Stuhl und kroch in der Ecke des Raumes unter einen Tisch. Dort blieb er, alle meine Bemühungen ignorierend bis zur Kaffeepause. Hinterher erzählte er, zum einen hätte er sich während unserer Übung über eine meiner Bemerkungen geärgert und zum zweiten sei die Entspannung so angenehm gewesen, dass er keine Lust gehabt hätte, meiner Anweisung zu Folgen. - Irgendwann kehrt jeder aus seiner Hypnose wieder zurück. Das schlimmste, was geschehen kann ist, dass das einige Zeit dauern kann. Bei den tiefen Formen kann es auch vorkommen, dass der Inhalt der Hypnose hinterher nicht mehr erinnert wird. Durch entsprechende Suggestionen kann eine solche Amnesie gefördert oder ihr entgegengewirkt werden. Die Hypnose-Tiefe wird heute hauptsächlich als subjektives Phänomen betrachtet, d.h. die Versuchsperson wird nachträglich gebeten, die Hypnose-Tiefe auf einer vorgegebenen Skala anzuordnen. Ich selbst arbeite mit einer Zehnstufenskala von “Eins = ganz leicht” bis “zehn = ganz tief”
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Zunächst einmal sind manche Menschen für Hypnose einfach mehr begabt als andere. Dann spielt Übung eine wichtige Rolle. Jemand der regelmäßig Entspannungsübungen macht wird es leichter haben als jemand, der so etwas noch nie gemacht hat. Eine gute Konzentrationsfähigkeit ist wichtig und es spielt eine Rolle, wie ausgeprägt die Vorstellungsfähigkeit eines Menschen ist. Abgesehen von den weiter unten aufgeführten Ausnahmen kann jeder Mensch lernen, hypnotisiert zu werden. Entscheidend dafür, ob eine Hypnose durchgeführt werden kann, ist aber der Rapport. Mit Rapport bezeichnet man in der Hypnose die Beziehung zwischen Hypnotiseur und Probanden, in der der Proband die Anweisungen des Hypnotiseurs befolgt. Hypnose hat etwas mit der Beziehung zu tun. Damit Hypnose stattfinden kann, muss zwischen den Beteiligten eine positive Beziehung bestehen, die von Vertrauen und gegenseitiger Sympathie getragen ist. Ohne Rapport geht gar nichts. Die Hypnotisierbarkeit ist - ebenso wie die Suggestibilität - keine Eigenschaft des Probanden, sondern ein Ausdruck der positiven Beziehung zwischen den beteiligten Personen. Nicht hypnotisierbar oder schwerhypnotisierbar sind neben Schwachsinnigen (Debilen und Halbdebilen) auch trockene Alkoholiker, cleane Rauschgiftsüchtige, Epileptiker, Schizophrene und Psychopathen, sowie Menschen die unter Psychopharmaka stehen oder damit vorbehandelt wurden. Nicht- oder schwerhypnotisierbare sollten auch nicht mit Selbsthypnose experimentieren. Die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, die Grenzen sind fließend.
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Wenn Sie sich für eine Hypnose-Therapie entscheiden, dann entscheiden Sie sich für eine Psychotherapie, bei der neben dem Gespräch und anderen Methoden die Hypnose als wichtigstes Werkzeug eingesetzt wird. Das ist sehr wichtig: Die Hypnose ist ein Werkzeug innerhalb einer Psychotherapie. Zuerst einmal setzen wir uns zu einer ganz entspannten Unterhaltung zusammen. Sie erzählen von den Problemen, die sie beheben wollen und ich frage nach dem wann, wo und wie und stelle weitere Fragen zu Ihrer Lebenssituation und Ihrer persönlichen Geschichte und was genau Sie mit der Behandlung erreichen wollen. Am Ende dieser ersten Sitzung, die auch schon bezahlt werden muss, kann ich Ihnen dann sagen, ob ich Hypnose für das Richtige halte, oder ich schlage Ihnen eine Alternative vor. Wenn wir uns beide einig sind, dass Hypnose die Methode der Wahl ist und wenn wir festgestellt haben, dass wir beide miteinander arbeiten wollen, dann kommt in der zweiten Stunde eine erste Entspannungsübung, in der wir testen, wie Sie auf verschiedene Suggestionen von mir reagieren. Die Hypnose-Tiefe liegt in der Regel anfangs bei Stufe 3 bis 5 (auf der Zehnerskala), so dass Sie alle Inhalte, die Sie bewusst mitbekommen wollen, auch mitbekommen. Erst mit fortschreitender Übung und wachsendem Vertrauen wird die Hypnose tiefer werden. Sie werden merken, alles was geschieht, kommt ganz allein durch Sie selbst zustande. Meistens werden wir im Wechsel eine Stunde mit Hypnose und eine Stunde mit Gespräch oder anderen Methoden arbeiten. Eine Psychotherapie dauert so lange, bis Sie Ihr Problem gelöst haben. Das kann in günstigen Fällen schon nach einigen Stunden sein, in anderen Fällen dauert es einige Jahre. Sie sollten sich von vornherein auf einen Zeitraum von mindestens einem Jahr einrichten. Und am Ende bleibt die Erinnerung, dass da früher mal ein Problem war. Und mit den Jahren verblasst selbst diese Erinnerung.
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Alle somatischen Krankheiten haben stets auch seelische Aspekte im Sinne von Sekundärwirkungen oder sogar Verursachungen, so dass Hypnose eine medikamentöse Behandlung unterstützen und beschleunigen kann. Darüber hinaus kann mit Hypnose direkt das vegetative Nervensystem beeinflusst werden. Dadurch eignet sie sich besonders für die Behandlung von
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Thomas Buttenschön, Heilpraktiker |
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